Hayek-Club Augsburg

Für die Freiheit

Veranstaltungen 2021


Ab sofort finden wieder Präsenzveranstaltungen statt.

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13. August 2021

„Kuba und die Revolution - kommt nach dem gescheiterten sozialistischen Modell die Wende“

mit Ingmar Niemann     


Welche Chancen hat der Inselstaat sich aus der jahrzehntelangen Wirtschaftskrise zu befreien?

 

Kuba ist nach 60 Jahren immer noch der Hort der „andauernden Revolution“. Einst angeführt von den Castro-Brüdern gegen die Korruption der Batista-Diktatur hat die kommunistische Partei recht schnell gelernt, diese Praxis selbst anzuwenden und sich damit ihre Macht erfolgreich zu sichern. Zudem haben jahrzehntelange Misswirtschaft und das Ende der finanziellen Unterstützung durch das befreundete Ausland - 1991 durch den Untergang der Sowjetunion und in den letzten Jahren durch die wirtschaftspolitische Krise in Venezuela - ihre Spuren hinterlassen. Damit sind die einst „treuen“ Verbündeten verschwunden und es bleibt abzuwarten, ob die Volksrepublik China diese Lücke im Hinterhof der USA schließen wird.

Trotz der im eigenen Land hoch gepriesenen Errungenschaften des Sozialismus, wie ein vergleichsweise hoher medizinischer Standard und eine solide Schulbildung, reichen diese Erfolge heute den meisten Menschen auf Kuba nicht mehr aus, um dafür auf Meinungsfreiheit und eine bessere wirtschaftliche Versorgung zu verzichten. Und mit dem US-amerikanischen Wirtschaftsembargo allein wird sich die neue Generation der kommunistischen Partei in der Nach-Castro-Ära zur Legitimierung der schlechten Lebensverhältnisse nicht mehr herausreden können. Ineffiziente Strukturen, zurückgenommene Reformen und Währungschaos tragen zur wirtschaftlichen Stagnation auf der Insel ganz entscheidend bei. Welche Möglichkeiten hat das Land, die Rahmenbedingungen seiner Bürger zu verbessern? Gibt es eine Rückkehr in die internationale Staatengemeinschaft samt Aufhebung des US-amerikanischen Wirtschaftsembargos?

Kuba - die Schöne in der Karibik - die Insel, von der einst Kolumbus die „Neue Welt“ entdeckte, ist auch nach über 60 Jahren immer noch der Hort der andauernden Revolution. Auch wenn nach den langen Regierungsjahren der Castro-Brüder jetzt eine neue Generation an die Machthebel der Politik gelangt, sind sich die Kubaner nach wie vor der Errungenschaften der Revolution von 1959 wohl bewusst. Sei es der medizinische Standard oder die Grundversorgung aller Bevölkerungsteile, die Bekämpfung von Hunger und Unterernährung oder das gute Bildungsniveau, die Kubaner haben erkannt, dass ihre Position in Lateinamerika einmalig ist. 

Genau diese Situation stört die USA, die weiterhin die Insel als ihren Einflussbereich betrachten. Im eigenen Hinterhof einen kommunistischen Staat dulden zu müssen, ist Exilkubanern wie konservativen Republikanern in den USA ein Dorn im Auge: Die Annäherung Obamas an Kuba ist längst eisiger Kälte gewichen. Abgeriegelt von amerikanischen Dollars und globalem Handel versucht die Insel die wirtschaftliche Isolation durch Reformen im Land zu lindern. Mit Aussicht auf Erfolg? Sind die Erben der Revolution heute gemäßigter als die erste Garde der Revolutionäre? Geht die Biden-Regierung anders mit Kuba um, als die Vorgängeradministration? Gibt es eine Chance für eine Rückkehr in die internationale Staatengemeinschaft? Wie geht es weiter mit der Trauminsel in der Karibik?


Kooperationsveranstaltung mit der Friedrich-Naumann-Stiftung und Thomas-Dehler-Stiftung.

13.08.2021, Beginn 20:00 Uhr

Villa Augusta, Schießgrabenstraße 30, Augsburg






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Prof. Dr. Ekkart Zimmermann: "Globalisierung und Terrorismus"


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